what you lose …

Marion Kranen

Often enough memory deals with something that went missing. With her film what you lose on the swings you gain on the roundabouts Anette Rose came up with an exciting presentation of this motif. Five women and one man tell us about their biggest, well, in a way, their most important loss: from the green felt hat to the smell of felt pens lost forever, to the speech the girl conciously “lost” in order not to be noticed and which she got back afterwards. They use words to express the invisible, the loss, while at that time talking about themselves, their obsessions and insecurities, giving self-assessments. We listen to search operations and watch fragmented stills of the interviewees before they start speaking. Starting out from a classical interview situation Rose transforms her documentary footage into a carefully constructed and composed film – the dividing lines of categorisation becomes blurred.

Oft genug handelt Erinnerung von Verlorengegangenem, und Anette Rose hat mit what you lose on the swings you gain on the roundabouts eine spannende Darstellung dieses Motivs erabeitet. Fünf Frauen und ein Mann geben Auskunft über den größten, ja in gewisser Weise, den wichtigsten Verlust in ihrem Leben: vom grünen Filzhut über den Geruch von Filzstiften, die nie wiedergefunden wurden, bis zur Sprache, die das Mädchen bewußt „verlor“, um nicht bemerkt zu werden, und später wiedererlangte. Sie fassen den Verlust, das Unsichtbare in Worte und erzählen dabei auch von sich, von Obsessionen und Unsicherheiten, geben Selbsteinschätzungen ab. Wir hören Suchbewegungen zu und sehen die Interviewten in fragmentierten Standbildern, bevor sie zu sprechen anfangen. Ausgehend von der klassischen Situation des Interviews überführt Rose ihr dokumentarisches Material in eine sorgfältig konstruierte und komponierte Form – die Grenzen der Zuordnung verwischen sich.

In: 8. Feminale Köln. Europäisches Filmprogramm. Grenzüberschreitungen. Feminale e.V. (Hg.) Köln 1996

1996